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  • Sabine Detering

Leckeres Hundeeis einfach selbst gemacht

Aktualisiert: Juni 29


Die erste Hitzewelle des Jahres ist in Deutschland angekommen. Da sind schattige Plätze wieder hochbegehrt, am liebsten direkt am Wasser! Wer kein geeignetes Gewässer in der Nähe hat, um Menschenfüße und Hundepfoten zu kühlen, kann zumindest innerlich für Kühlung sorgen. Mit leckerem Eis!


Im Netz gibt es die abgefahrensten Rezepte für Hundeeis, bei denen teilweise 5 oder mehr Zutaten gemixt werden sollen. Gerade wenn es heiß ist, habe ich allerdings wenig Ambitionen länger als nötig in der Küche zu stehen. Und unseren Hunden ist es egal, wie aufwändig das Rezept ist, Hauptsache es schmeckt!


Zutaten

Für alle Hunde, die Milchprodukte vertragen, ist Eis auf Basis von Quark, Jogurt, Frischkäse oder körnigem Frischkäse perfekt. Die wesentlichen Unterschiede liegen im Fettanteil und in der Konsistenz. Mit Quark und Frischkäse wird die Eismasse etwas fester, mit Joghurt und körnigem Frischkäse zerfließt sie meist noch, so dass man ein geschlossenes Gefäß verwenden sollte. Man kann die Masse aber auch mit einem Löffel Haferflocken andicken. Wenn Milchprodukte nicht infrage kommen, kann man den Geschmacksträger auch pur nehmen oder mit Wasser verdünnen.


Als Geschmacksträger kommt alles infrage, was dem Hund schmeckt und einen hohen Feuchtigkeitsanteil hat. Besonders beliebt sind:

  • Nassfutter

  • Thunfisch

  • Leberwurst, Lachscreme, Käsecreme u.ä.

  • Babygläschen nach Geschmack

  • frische Beeren

  • frisches Obst oder Gemüse

Von herzhaft fleischig oder fischig bis fruchtig süß können alle Vorlieben bedient werden.


Je nach gewünschter Konsistenz püriert man die Zutaten oder zerdrückt sie nur und vermischt sie von Hand. Filou mag es, wenn das Eis Stückchen enthält. Ich denke, dass ist für ihn wie ein Stracciatella-Eis für uns :-)


Zur Orientierung: Bei Quark und Nassfutter nehme ich normalerweise ein Mischungsverhältnis zwischen 2:1 und 1:1, z. B. 250g Quark auf 200g Nassfutter. Bei meiner Mischung mit Leberwurst ist der Quarkanteil deutlich höher.


Um Reste zu vermeiden, kann man gleich mehrere Gefäße befüllen und sich einen kleinen Vorrat im Tiefkühler anlegen. So ist das Eis bei sommerlicher Hitze direkt griffbereit und muss nicht erst noch durchkühlen.


Wer es noch einfacher haben möchte, kann mundgerechte Obststückchen direkt einfrieren, z. B. Wassermelone oder Apfel.


Toppings und Einlagen

Wenn man eine Kaustange oder Hundespaghetti mit einfriert, bekommt der Hund gleich drei Überraschungen: Was zum Lecken, was zum Kauen und eine kühle Erfrischung!


Zur Abwechslung kann man in der Eismasse auch noch kleine Leckerli oder ein paar Stückchen Trockenfutter verstecken. Als Topping bringen sie den Hund schnell zum "Erfolg", auch wenn das Eis anfangs noch zu hart gefroren sein sollte.


Gefäße

Bei den Gefäßen gibt es im Wesentlichen zwei Varianten:

  • Aus befüllbaren Hundespielzeugen kann der Hund das Eis direkt schlecken. Weil das Eis trotzdem nicht ganz so leicht zugänglich ist, ist er damit eine ganze Weile beschäftigt.

  • Geeignet sind auch alle Gefäße, aus denen man das Eis stürzen kann oder die man zerstören kann, um das Eis zu befreien. Bei dieser Variante kann das Eis auch zerbissen oder in großen Stücken geschluckt werden (nicht so toll für die Zähne und den Magen) und es wird zwangläufig mehr gekleckert, sie ist also nur für draußen zu empfehlen.

Den Kong classic gibt es in verschiedenen Größen und Härtegraden. Er hat nur eine sehr kleine Fläche zum Lecken, was manchen Hunden zu anstrengend bzw. frustrierend ist. Man sollte das kleine Loch mit etwas Käse oder Erdnussbutter verschließen und den gefüllten Kong z. B. in einem leeren Marmeladenglas stehend einfrieren.


Wer es noch abwechslungsreicher mag, kann das Glas noch mit Leberwurst-Wasser o.ä. füllen. So entsteht um den Kong herum ein Wassereis, während im Kong z. B. ein Quarkeis steckt. Bei dieser doppelten Variante unbedingt darauf achten, dass man das Eis aus dem Glas stürzen kann.



Filou ist ein großer Fan des Toppl von West Paw. Durch seine Form lässt er sich wie einen Eisbecher ausschlecken, allerdings wurden ein paar Lamellen als Hindernisse versteckt. Für die kleine Version braucht Filou mehr als 10 Minuten!

Der Toppl hat ein relativ großes Loch an der Seite, das man nur grob mit einem Keks verschließen kann. Daher darf die Eismasse nicht zu flüssig sein.

Neben diesen beiden Klassikern sind auch andere befüllbare Hundespielzeuge geeignet, die zum Ausschlecken gedacht sind. Auch manche Zahnpflege-Spielzeuge sind so gestaltet, dass man sie befüllen kann. Teilweise ist es allerdings recht mühselig, an das begehrte Eis zu gelangen. Um Frustration zu vermeiden, sollte man den Schwierigkeitsgrad passend zum Durchhaltevermögen des Hundes wählen.



Wenn das Gefäß nur als Form fürs Einfrieren benutzt wird, hat man eine große Bandbreite an Möglichkeiten. Hier nur einige Beispiele, die wahrscheinlich in vielen Haushalten vorhanden sind:

  • leere Jogurt- oder Quarkbecher

  • leere Marmeladengläser oder Weckgläser (nur Sturzgläser!)

  • Eiswürfelbehälter

  • Muffinformen (bei relativ fester Eismasse reichen schon die Papierförmchen)

  • Plastikbecher (Camping-Geschirr oder Einweg-Geschirr)


Kleine Eiswürfel dürfen auch mal direkt geschluckt werden. Bei größeren Formen empfiehlt es sich, mit einer Kaustange ein Eis am Stiel daraus zu machen. Denn auch das gestürzte Eis sollte möglichst geschleckt werden, damit nicht größere Eisstücke den Magen reizen.


Die Größe der Eisportion sollte auch an die Größe des Hundes angepasst werden. Je nach dem wie gehaltvoll das Eis ist, kann es die nächste Mahlzeit ganz oder teilweise ersetzen.


Filou und ich wünschen guten Appetit!




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